Hauttypen und Zustände – Wo liegt der Unterschied?

Hauttypen und Zustände – Wo liegt der Unterschied?

Uns ist es sehr wichtig, dich mit möglichst viel Wissen zu versorgen und dir dabei zu helfen, dich und deinen Körper, insbesondere deine Haut, besser zu verstehen. Dazu haben wir wichtige Informationen zusammengetragen und für dich so aufbereitet, dass du ganz leicht erkennen kannst, was deine Haut braucht und wie sie funktioniert. 

Allerdings kann es natürlich trotzdem sein, dass besonders bei der Hauttyp vs. Hautzustand-Thematik noch ein paar Fragezeichen aufkommen. Deswegen möchte ich hier noch einmal ein bisschen tiefer eintauchen und dir erklären, was der Unterschied zwischen diesen beiden doch sehr ähnlich klingenden Begriffen ist und was das auch für dich und deine Haut bedeutet. 

  1. Was bedeutet Hauttyp?
  2. Was ist der Unterschied zum Hautzustand? 

1 Was bedeutet Hauttyp?

Allein hier gibt es schon verschiedene Angaben und auch verschiedene Auslegungen, was ein Hauttyp eigentlich überhaupt ist. Vielleicht kennst du den Hauttyp eigentlich auch eher aus der Beschreibung der Fitzpatrick-Hauttypen Skala. Diese zeigt allerdings einen anderen Ansatz als wir. Sie geht vor allem auf die Pigmentierung der Haut ein und wie gut sie sich gegen Sonnenstrahlen schützen kann. 

Ein anderer Ansatz ist, dass ein Hauttyp die meist genetisch bedingten Grundvoraussetzungen der Haut aufzeigt. Hier sprechen wir eher davon, wie stark die Talgproduktion der Haut ist. Arbeiten die Talgdrüsen normal, übermäßig oder sind sie doch eher träge? Die variierende Aktivität der Drüsen führt am Ende zu vier verschiedenen Haupt-Hauttypen, die sich besonders in Aussehen, Gefühl und Pflege unterscheiden.  

Die vier klassischen Haupt-Hauttypen sind: 

Normale Haut 

Ölige Haut

Trockene Haut 

Mischhaut 

Tatsächlich ist es so, wie eben schon erwähnt, dass unsere Gene hier eine große Rolle spielen und wir meist ein Leben lang mit dieser Basis zu tun haben. Wenn wir also verstehen, welche Grundbedürfnisse unsere Haut hat, können wir sehr gezielt darauf eingehen. Deshalb ist es so wichtig, Klarheit zu haben. 

Natürlich gibt es aber auch andere Faktoren, die deinen Hauttyp beeinflussen. Die Einflussreichsten sind hier unsere Hormone! Weitere Faktoren findest du auch hier auf unserer allgemeinen Hauttypen-Seite. 

Nur als Beispiel: Wenn dein Hormonhaushalt unausgeglichen ist und beispielsweise dein Testosteronspiegel zu hoch ist, kann dies dazu führen, dass deine Talgdrüsen angeregt werden und mehr Talg produzieren, als du gewohnt bist. Dennoch ist dein Ausgangspunkt im Normalzustand eher eine fettärmere Haut. 

Um hier ein verständliches System zu bieten, haben wir uns auf die oben genannten vier Hauttypen festgelegt und sie um weitere vier Hautzustände ergänzt.

2 Was ist der Unterschied zum Hautzustand? 

Das ist jetzt die ultimative Frage. Was genau ist denn nun der Unterschied?

Wir verstehen das so: die vier klassischen Hauttypen bilden die Grundlage. Jeder von uns gehört mehr oder weniger einem dieser Hauttypen an. Wird unsere Haut verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, ob Witterung wie Kälte, Hitze, Trockenheit oder Feuchtigkeit, Nikotin, Lebensmittel, insbesondere Unverträglichkeiten, reagiert sie entsprechend darauf.

Dadurch entstehen die vier zusätzlichen Hautzustände, die zu einem der vier Haupt-Hauttypen auftreten können:

Empfindliche Haut 

Dehydrierte Haut 

Unreine Haut 

Reife Haut 

Diese Einflüsse verändern unsere sogenannte Ausgangshaut und können sie beispielsweise dehydrieren. Achtung, hier gibt es einen Unterschied zu trockener Haut. Darüber haben wir schon in unserem Der Unterschied zwischen trockener und dehydrierter Haut geschrieben.

Sie können die Haut aber auch empfindlicher oder unreiner machen und das ganz gleich, ob die Haut vorher überwiegend trocken oder ölig war, oder ob es sich um eine Mischhaut handelte. Ein weiteres Beispiel sind hier auch UV-Strahlen. Sie lassen die Haut reifen, unabhängig davon, welchen Hauttyp du hast. 

Hautzustände ändern sich also im Laufe der Zeit und deines Lebens schneller, als es dein Hauttyp tut. Denn der Hauttyp begleitet dich in der Regel dein Leben lang.

Hauttyp und Hautzustand ein bisschen besser auseinanderzuhalten ist vor allem wichtig für das Gesamtverständnis. Das soll dich dabei unterstützen, die Bedürfnisse deiner Haut besser zu kennen und ihnen mit den richtigen Pflegeprodukten entgegenzukommen. Denn egal, ob Hauttyp oder Hautzustand, die richtige und passende Pflege ist entscheidend. Und wie du deine Haut den verschiedenen Bedürfnissen entsprechend versorgst, bringen wir dir auf unseren Hauttypen-Seiten näher. 

Für den Fall, dass du noch Fragen zu deinem Hauttyp oder Zustand hast, haben wir einen Hautberater entwickelt, welcher dir mit wenigen gezielten Fragen dabei helfen soll, die richtigen Antworten zu finden. Wir begleiten dich auf deinem Weg zu deiner ganz individuellen Hautpflegeserie.

Unser Hautberater

Finde die richtige Pflege für dich!

Zum Test

Zum Abschluss möchte ich dir noch mitgeben, dass die Haut zu betrachten und herauszufinden, was sie braucht, immer auch eine Momentaufnahme ist. Überdenke daher ab und zu deine Pflegeroutine, schau, ob die Produkte, die du aktuell verwendest, alles abdecken, sei achtsam mit deiner Haut und vor allem mit dir selbst.

Take care!


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